Licht und Kraft / Losungskalender

Was machte den Erfolg von Licht und Kraft aus?

Zunächst einmal: Die Andachten in Licht und Kraft hatten von Anfang an die Losungen und Lehrtexte der Herrnhuter Brüdergemeine zur Grundlage. Joseph Gauger sah die Hauptaufgabe von Licht und Kraft darin, „das Tageswort der Losung und des Lehrtextes behältlich zu machen.“ Und die Losungen schaffen zugleich ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und Zugehörigkeit zu einer großen Lesergemeinde, die Tag für Tag die gleichen Bibelworte liest oder hört.

Im Aue-Verlag um 1955

Das kommentiert ein Leser so: „Ich bin dankbar, dass man weiß: Viele Menschen lesen am gleichen Tag das Gleiche. Das stellt eine große Verbindung her.“ Und genau dieses Gefühl der Zusammengehörigkeit und Gemeinsamkeit will Licht und Kraft aufnehmen und weiterführen. Es entsteht ein Gefühl der Geborgenheit, das nicht von einem Tag auf den anderen wächst, sondern über Jahre und Jahrzehnte. Deshalb ist das Stichwort „Konstanz“ und Verlässlichkeit ein zentrales Anliegen von Licht und Kraft.

Da geht es nicht um zeitgeistige Modeströmungen, sondern um täglichen Zuspruch, Ermunterung und Trost, der in den Bibelworten zu finden ist, wenn auch manchmal versteckt. Diese Verstecke offenzulegen ist eine Aufgabe dieser Andachten. „Trostbuch“ nennt deshalb eine Leserin ihr Licht und Kraft. Nicht wenige Leser haben Licht und Kraft in existenziellen Krisen schätzen gelernt: „Im vergangenen Jahr habe ich so viel Trost und Hilfe durch Ihre Auslegungen der Losungen erfahren, dass ich Ihnen das einfach schreiben muss. Vor drei Jahren wurde bei mir eine Krebsoperation durchgeführt. Jetzt sind Metastasen aufgetreten. Ich weiß gar nicht, wie ich ohne die Worte der Bibel und Ihre Andachten durchgekommen wäre.“

Immer wieder verschenkt dann ein Leser sein eigenes Buch: „Ich lese seit Jahren den Licht und Kraft Losungskalender. Nun habe ich vor kurzem mein eigenes Exemplar 2007 an einen lieben Menschen verschenkt, der in einer schweren Lebenssituation ist und aus dem täglichen Bibelwort Kraft und Hoffnung schöpft. Daher meine Anfrage: Haben Sie noch irgendwelche Restbestände?“ (Kleine Anmerkung dazu: Wenden Sie sich in solchen Fällen bitte an den Verlag. In aller Regel kann man Ihnen dort weiterhelfen.) Wie Beschenkte das aufnehmen, zeigt folgende Zuschrift: „Habe Licht und Kraft nach dem Tod meiner geliebten Tochter von Freunden geschenkt bekommen. Ich bin heute noch dankbar dafür.“

Immer wieder macht ein Leser die Erfahrung, dass eine Andacht ihn ganz persönlich, in seiner Situation anspricht: „Die Erklärungen treffen manchmal genau meine Sorgen und Probleme im Alltag und helfen mir sehr.“ Keine Frage, das sind Kommentare, die Autoren und Redaktion glücklich machen.

Wie sehen die Leser Licht und Kraft?

Zum Beispiel so: „Ohne die morgendliche Losung mit Erklärung ist es für mich kein Tagesbeginn!“ Oder: „Ich habe den Kalender seit vielen Jahren gelesen und vermisse ihn sehr, wenn ich ihn nicht zur Hand habe.“ Es zeigt sich aber auch, dass Licht und Kraft nicht zur zu Hause im privaten Rahmen gelesen wird: „Licht und Kraft tut bei der Gemeindearbeit in vielen Gruppen und Kreisen einen nicht mehr wegzudenkenden Dienst.“ Oder: „Licht und Kraft kann eine große Hilfe für diejenigen sein, die in ganzheitliche Pflege christlichen Trost und Zuspruch mit einbeziehen wollen.“ (Buchbesprechung in „Pflegen ambulant“)

Gibt es keine Kritik?

Natürlich gibt es die, und das auch von Anfang an. Kritik und Wünsche werden – wenn möglich – gern aufgenommen, aber manchmal widersprechen sie sich auch. So schreibt Joseph Gauger schon 1907: „...dem einen sind die Betrachtungen zu einfach, dem anderen zu hoch; dem einen sind sie zu konfessionell, dem andern nicht konfessionell genug; einer wünscht längere Betrachtungen, ein anderer längere Gebete.“ Auch heute ist die Redaktion für Anregungen und Kritik dankbar, kann aber nicht alles nach Wunsch umsetzen. So wird es immer wieder die eine oder andere Andacht geben, die einem Leser missfällt. Das kann bei einer großen Lesergemeinde auch nicht anders sein. Aber vielleicht hilft da der Hinweis, dass ein Text, der dem einen Leser nicht gefällt, einem anderen Leser besonders viel gibt. Auch das ist eine Erfahrung über die Jahrzehnte.

Wie kann es weitergehen?

Wie schon angesprochen, zeigt sich in Leserumfragen, dass sich die allermeisten Leser wünschen, dass das Buch auch in Zukunft so bleibt, wie es ist. (Der durchschnittliche Leser liest Licht und Kraft seit etwa 19 Jahren.) Darauf wird die Redaktion genau achten. Andererseits muss ein Werk wie Licht und Kraft auch lebendig bleiben. Kleinere Veränderungen hat zum Beispiel die Reform der Rechtschreibung gebracht, auch Bibeltexte werden revidiert. Bei den Autoren kann man zwar auf einen großen Stamm von bewährten Verfassern zurückgreifen, aber auch da werden jedes Jahr fünf bis zehn Prozent neue gebraucht.

Und natürlich wünschen wir alle uns, dass dieses Buch noch mehr Leser findet. An dieser Stelle hat die Redaktion nun einen Wunsch an Sie: Wenn Sie mit Licht und Kraft leben und gute Erfahrungen gemacht haben, dann machen Sie es weiter bekannt. Viele Leser machen das sowieso schon seit jeher. Also: wir freuen uns, wenn Sie Ihren Freunden und Bekannten davon erzählen, wenn Sie es in Ihrer Familie verschenken. Ihnen fallen bestimmt eine Menge Gelegenheiten dazu ein. Wenn wir so alle zusammen uns für dieses Buch einsetzen, braucht uns vor der Zukunft nicht bange zu sein!






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